Die Germanen
Auf den Spuren einer vielfältigen Welt
„Die Germanen“: Der Titel klingt vertraut. Doch wer oder was verbirgt sich eigentlich dahinter? Die geplante Sonderausstellung nimmt die sogenannten Germanen als das in den Blick, was sie waren: ein vielschichtiges, weit überregionales Netzwerk unterschiedlicher Gruppen – geprägt von Mobilität, Handel, Konflikten und kulturellem Austausch. Eine einheitliche Herkunft oder ein geschlossenes Volk gab es nicht.
Archäologische Funde erzählen dabei nicht einfach eine fertige Geschichte. Sie zeigen Spuren, Brüche und offene Fragen. Die Ausstellung macht deshalb auch ihre eigenen Methoden zum Thema: Wie entsteht Wissen? Was lässt sich aus einem Fund tatsächlich ablesen – und wo beginnt die Deutung? Und warum werden aus archäologischen Bildern immer wieder politische Herkunftserzählungen?
Mit Exponaten, Illustrationen und überraschenden Perspektiven führt die Ausstellung von Siedlungen, Handwerk und religiösen Vorstellungen zu den Bildern, die sich spätere Generationen von den „Germanen“ gemacht haben. Sie fragt nach Heimat, Identität und der Lust an vermeintlich eindeutigen Ursprüngen – und zeigt, wie solche Vereinfachungen unser Bild der Vergangenheit bis heute prägen.
So verbindet die Ausstellung archäologische Forschung mit einer kritischen Geschichte der Vorstellungen, die wir uns von den sogenannten Germanen machen.
Die Germanen – eine Ausstellung über Vielfalt, Wissensproduktion und den langen Schatten erfundener Eindeutigkeiten.
Weitere Informationen zur Ausstellung folgen.